Trend zum „Shopping dahoam“
in der Rautenstadt

Beim Einkauf die Werte der Heimatstadt wieder schätzen lernen
- Werbegemeinschaft setzt verstärkt Zeichen


Filialisten, die in jeder Stadt gleich aussehen und das Gleiche anbieten, gesichtslose Innenstädte ohne Lokalkolorit und ohne inhabergeführten Einzelhandel? Diese Entwicklung hat es in Bogen zu keiner Zeit gegeben. „Hier menschelt es noch  und das ist auch gut so“, bescheinigt die Vorstandschaft der Werbegemeinschaft Bogen einstimmig. In Bogen tendierte die Geschäftsphilosophie immer schon zum Individuellen und zu kleinen Einheiten, was bestimmt kein Nachteil sein muss – im Gegenteil. Verstärkt Zeichen setzen und damit auf die Vorteile dieser Kleinstadt hinweisen ist seit geraumer Zeit das Ziel der gut 40 Werbegemeinschaftsmitglieder.

Global kann man feststellen, dass in der Kommune Bogen alles erworben werden kann, was man für den täglichen Bedarf braucht. Fachgeschäfte decken darüber hinaus die weiteren Bedürfnisse ab. Zahlreiche Unternehmen sind im Kernbereich der Stadt fußläufig erreichbar, man bräuchte nicht einmal ein Auto. Wenn doch: Alle Bogener Geschäfte können direkt mit dem Pkw angefahren werden und es stehen kostenlose Parkplätze zur Verfügung. Dabei gelten nur einige Zeitbeschränkungen, wie am Stadtplatz, wo eine Parkdauer von zwei Stunden erlaubt ist. Es gibt nur wenig vergleichbare Städte, die über derartig viele gebührenfreie Parkmöglichkeiten verfügen. Zudem stehen in der Kotau noch weitere Parkflächen zur Verfügung. Neben der Zeitersparnis beim „Shopping dahoam“ – so der Slogan der Werbegemeinschaft - kommt noch eine erhebliche Kosteneinsparung dazu.

Was viele Kunden im heimatlichen Shopping besonders genießen, ist die unaufdringliche familiäre und dennoch äußerst fachkundige Beratung in den inhabergeführten Unternehmen. Nicht wegzudenken ist ferner die breitgefächerte Serviceleistung vor Ort – hier sind die Kunden auch nach dem Kauf willkommen. Fachkundige und freundliche Beratung genießt der Kaufwillige nur im Geschäft vor Ort, nicht aber im Internet. Wenn die Wünsche der Kunden nicht sofort erfüllt werden können, wird eine Bestellung mit vernünftiger Wartezeit angeboten. Natürlich zählen in Sachen regionaler Einkauf ebenso die vielseitigen Handwerksunternehmen vor Ort.

Und noch einer Tatsache müssen sich die Bürgerinnen und Bürger der Stadt bewusst sein: Jeder Euro, der in Bogen ausgegeben wird, kommt der Stadt und somit allen Einwohnern wieder zugute. Einzelhändler, Unternehmer und Gastronomen zahlen Gewerbesteuer, die vorwiegend in der Region bleibt und somit die wirtschaftliche Grundlage der Heimatkommune stärkt. Ferner gilt es die Geschäfte, Dienstleister und Gastronomiebetriebe als Arbeitgeber sowie Ausbilder nicht zu unterschätzen. Mit ihrer Spendenbereitschaft unterstützen diese Gewerbetreibenden zahlreiche Vereine, die wiederum für ein gesellschaftliches Leben in einer Kommune unverzichtbar sind. Solch eine Unterstützung ist allerdings nur möglich, wenn das Geschäft floriert.

Autor: Manfred Meindl